Öffentlicher Zugang

VerfasserBeitrag / Bezugsquellen

ORION Studien zur LDL-C Senkung Die EMA-Zulassung basiert auf den Daten der Phase-III-Zulassungsstudien ORION-9, ORION-10 und ORION-11, in denen Patienten mit atherosklerotischer Herz-Kreislauf-Erkrankung (atherosclerotic cardiovascular disease, ASCVD), ASCVD-Risikoäquivalenten und heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie (HeFH) untersucht wurden.3,4 Die zusätzliche Gabe von LEQVIO® zur maximal tolerierten Statin-Therapie zeigte laut einer gepoolten Analyse dieser drei Studien im Mittel eine effektive und anhaltende, placebokorrigierte Senkung des LDL-C-Spiegels um 55 % (p < 0,0001) über 17 Monate.5 Das Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil war in den Zulassungsstudien, bis auf vorübergehende unerwünschte Ereignisse an der Injektionsstelle, die jedoch als mild oder moderat eingestuft wurden, vergleichbar mit Placebo.3–5 Der Wirkstoff wird nach einer Anfangsdosis und einer erneuten Dosis nach drei Monaten alle sechs Monate subkutan durch eine medizinische Fachkraft verabreicht.1–3 LEQVIO® ist der erste und bisher einzige Vertreter der siRNA-Wirkstoffklasse zur Behandlung von Erwachsenen mit Hypercholesterinämie.1

Quelle 1: 1. Fachinformation LEQVIO® 2. Khvorova A et al. Oligonucleotide Therapeutics - A New Class of Cholesterol-Lowering Drugs. N Engl J Med 2017; 376(1): 4–7 3. Raal F et al. Inclisiran for Heterozygous Familial Hypercholesterolemia.?N Engl J Med.?2020;382(16):1520–1530. Quelle 2: 4. Ray K et al. Two Phase 3 Trials of Inclisiran in Patients with Elevated LDL Cholesterol.?N Engl J Med. 2020;382(16):1507–1519. 5. Wright RS et al. Pooled Patient-Level Analysis of Inclisiran Trials in Patients With Familial Hypercholesterolemia or Atherosclerosis. JACC 2021; 77 (9): 1182-1193

LEQVIO® zur Behandlung von Hypercholesterinämie und gemischter Dyslipidämie zugelassen LEQVIO® (Inclisiran) ist die erste small interfering RNA (siRNA) die den LDL-C Spiegel senkt und erhielt am 09. Dezember 2020 von der EMA dieZulassung zur Behandlung von Erwachsenen mit primärer Hypercholesterinämie (heterozygot familiär und nicht-familiär) oder gemischter Dyslipidämie - zusätzlich zur Statin-Basis-Therapie oder allein bei Patienten mit Statin-Intoleranz - .1 Seit 15. Februar 2021 befindet sich LEQVIO® (Inclisiran) in der Roten Box des Erstattungskodex. LEQVIO® Wirkmechanismus siRNA-Moleküle stellen die nächste Generation von Wirkstoffen dar, die die Proprotein-Convertase-Subtilisin/Kexin Typ 9 (PCSK9) antagonisieren2. Als PCSK9i-spezifische siRNA nutzt LEQVIO® den körpereigenen Prozess der RNA-Interferenz (sog. Gene-Silencing), verhindert die Übersetzung (Translation) der PCSK9-Messenger-RNA und unterbindet somit die Synthese des PCSK9-Proteins in den Leberzellen. Bei dem Wirkstoff handelt es sich um eine doppelsträngige siRNA, gekoppelt an ein triantennäres N-Acetylgalactosamin (GalNAc), wodurch eine zielgerichtete Bindung an und die Aufnahme in den Hepatozyten ermöglicht wird. In den Hepatozyten unterdrückt LEQVIO® die PCSK9-Expression, wodurch das Recycling und die Verfügbarkeit des LDL-Rezeptors auf der Oberfläche der Leberzellen gesteigert werden. In der Folge wird der LDL-C-Transport in die Hepatozyten erhöht und die LDL-C-Konzentration im Blutkreislauf gesenkt .2

Quelle 1: 1. Fachinformation LEQVIO® Quelle 2: 2. Khvorova A et al. Oligonucleotide Therapeutics - A New Class of Cholesterol-Lowering Drugs. N Engl J Med 2017; 376(1): 4–7

Die symptomatische Behandlung der Angina pectoris in der „LL KHK, Hypertonie und periphere Verschlusskrankheit“ richtet sich ausschließlich nach den ESC Guidelines zum Management des CCS von 2019. Zu diesen Guidelines gab es jedoch kontroverse Diskussionen und Kritik (1,2), die in der LL nicht berücksichtigt werden. Wäre es möglich, diesen Abschnitt zu überarbeiten und ausführlicher zu gestalten?

Quelle 1: Manolis et al. The ESC 2019 CCS guidelines: Have we left our patients and scientific evidence behind? Eur J Intern Med 2020 Feb;72:5-8 Quelle 2: Camici et al. Commentary: The new ESC guidelines for the diagnosis and management of chronic coronary syndromes. Int J Cardiol 2019 Dec 15;297:19-21

Die symptomatische Behandlung der Angina pectoris (AP) in der „LL KHK, Hypertonie und periphere Verschlusskrankheit“ wird wirklich sehr kurz gehalten. Es ist aber bekannt, dass Patienten mit stabiler AP unter ihren Symptomen leiden (u.a. eingeschränkte Leistungsfähigkeit und Lebensqualität) und dies jedoch vom Arzt häufig unterschätzt wird (1,2), woraus eine unzureichende Therapie resultiert (1). Vielleicht kann man dem ganzen Kapitel mehr Bedeutung zukommen lassen, um bei den Lesern ein erhöhtes Bewusstsein für die Wichtigkeit der symptomatischen Therapie zu schaffen? (s. auch Kommentar 1)

Quelle 1: Manolis et al. Impact of stable angina on health status and quality of life perception of currently treated patients. The BRIDGE 2 survey. Eur J Intern Med 2019 Dec;70:60-67 Quelle 2: Spinka et al. Functional status and life satisfaction of patients with stable angina pectoris in Austria. BMJ Open 2019 Sep 4;9(9):e029661

Im Abschnitt 1.3.3.4 „Labor“ und auch in weiterer Folge in den Abschnitten zu kardiovaskulären Risikofaktoren (1.4.1) wird die Hyperurikämie nirgends erwähnt. Es gibt jedoch Literatur, die einen Zusammenhang zwischen Hyperurikämie und CV-Erkrankungen belegt (1,2). Wäre es nicht an der Zeit, auch der Harnsäure eine erhöhte Aufmerksamkeit in der Entstehung und Progression der KHK zu schenken? Auch im Abschnitt „Arterielle Hypertonie“ wird die Harnsäure im Basislabor (Tabelle 10) zwar genannt, jedoch kein Maximalwert, ab dem eine harnsäuresenkende Therapie eingeleitet werden sollte. Welchen Mehrwert bringt einem die Überprüfung dann überhaupt?

Quelle 1: Yu et Cheng. Uric Acid and Cardiovascular Disease: An Update From Molecular Mechanism to Clinical Perspective. Front Pharmacol. 2020 Nov 16;11:582680 Quelle 2: Borghi et al. Expert consensus for the diagnosis and treatment of patient with hyperuricemia and high cardiovascular risk: 2021 update. Cardiol J 2021;28(1):1-14

Seite: 28 der Rohfassung-PDF; Kap. 1.5.2.1.2 Lipidsenkende Therapie: Bitte hier nach dem Satz "… Kann das Therapieziel mit Statinen alleine (in der maximal tolerierten Dosierung) nicht erreicht werden, ist die Kombination mit dem Cholesterinabsorptionshemmer Ezetimib indiziert (ESC IB)" einfügen: Als weitere Therapieoption steht die Bempedoinsäure zur Verfügung. Siehe auch Tabelle LDL-C-Zielwerte auf Basis des SCORE-Risikos, Kapitel 1.4.2

Quelle 1: Fachinformation Nilemdo Dezember 2020 und Nustendi Februar 2021 Quelle 2: EPAR Nilemdo und Nustendi Dezember 2020

Seite 29 Tabelle 7 der Rohfassung-PDF: In der Tabelle 7 fehlt nach PCI auch Prasugrel. VORSCHLAG: "Prasugrel kann erwogen werden in spezifischen Hochrisikosituationen bei elektivem Stenting"

Quelle 1: CCS 2019 [ESC-Guidelines] Quelle 2: Fachinformation Efient Oktober 2020

Seite 31 der Rohfassung-PDF; Kap. 1.5.4 Medikamentöse Therapie nach akutem Koronarsyndrom: Bezugnehmend auf die neuen CCS Guidelines (S. 33/P.439) schlagen wir die Aufnahme der Empfehlungen für antithrombotische Therapie (Empfehlung IA) in post-PCI Patienten mit CCS und AF oder einer anderen Indikation für OAC vor (S.158). IA Empfehlung für Edoxaban bei Patienten post PCI und AF oder anderer Indikation für NOAK. Abbildung erfolgt in der kommenden Aktualisierung der Fachinformation Edoxaban, erwartet Q2/Q3 2021.

Quelle 1: CCS 2019 [ESC-Guidelines] Quelle 2:

Seite 66 der Rohfassung-PDF; Kap. B01AF Direkte Faktor Xa-Inhibitoren: Zu Rivaroxaban: es werden nur erstattete Indikationen angeführt, die in keinem Zusammenhang mit den voran im gesamten PDF diskutierten, Indikationen stehen. D.h. für die im PDF diskutierten Indikationen liegt ebenfalls nur eine Fachinformationsindikation vor, aber keine Erstattung. Daher dürfte auch hier eine Auflistung von Rivaroxaban erfolgen.

Quelle 1: Erstattungskodex der österreichischen Sozialversicherungsträger, Stand April 2021 Quelle 2: Fachinformation Rivaroxaban

Seite 24 der Rohfassung-PDF: Zusätzlich kann mit der Bempedoinsäure, sowie mit der Fixdosiskombination plus Ezetimib weitere Senkungen von bis zu -38% erreicht werden

Quelle 1: Fachinformation Nilemdo Dezember 2020 und Nustendi Februar 2021 Quelle 2: EPAR Nilemdo und Nustendi Dezember 2020

Navigationslinks überspringen